Stellungnahme zur Pressekonferenz des Koalitionsausschusses vom 02.07.2026
Der Spitzenverband für Orthopädie-Schuhtechnik begrüßt einzelne Maßnahmen des Koalitionsausschusses, die zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland und zur Entlastung kleiner und mittelständischer Betriebe beitragen können. Aus Sicht der Orthopädie-Schuhtechnik sind insbesondere Vorhaben relevant, die Bürokratie abbauen, unternehmerische Handlungsspielräume erweitern und die Wettbewerbsfähigkeit des Handwerks stärken.
Positiv zu bewerten sind die angekündigten Maßnahmen zur Bürokratieentlastung und zur Modernisierung des Datenschutzes. Weniger Dokumentations- und Berichtspflichten können dazu beitragen, betriebliche Prozesse zu vereinfachen und den Unternehmen mehr Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben – die Versorgung der Patientinnen und Patienten sowie die Ausbildung von Fachkräften – zu verschaffen.
Auch die Ausweitung der sachgrundlosen Befristung auf bis zu 48 Monate kann den Betrieben mehr Flexibilität bei Personalentscheidungen ermöglichen. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten können verlässliche und praxisnahe arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen dazu beitragen, Beschäftigung zu sichern und Neueinstellungen zu erleichtern.
Die geplante Einkommensteuerentlastung für Bürgerinnen und Bürger mit geringen und mittleren Einkommen kann die Kaufkraft stärken und damit positive Impulse für den privaten Konsum setzen. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie sich die vorgesehene Reduzierung der steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen auf die Nachfrage nach handwerklichen Dienstleistungen auswirken wird.
Insgesamt enthält das Maßnahmenpaket einzelne Ansätze, die aus Sicht der Orthopädie-Schuhtechnik in die richtige Richtung weisen. Entscheidend wird jedoch sein, dass Reformen zügig umgesetzt werden und bei den handwerklichen Betrieben zu einer spürbaren Entlastung im betrieblichen Alltag führen.

