03.07.2026

Klausurtagung der AG Gesundheitshandwerke mit starkem Signal

Am 1. und 2. Juli kamen die Präsidenten und Geschäftsführer der Verbände der AG Gesundheitshandwerke zur diesjährigen Klausurtagung in Berlin zusammen. Erstmals übernahm der SpiOST die Ausrichtung der Veranstaltung. Im Mittelpunkt standen die strategische Weiterentwicklung der Gesundheitshandwerke und die gemeinsame Interessenvertretung gegenüber Politik, Selbstverwaltung und weiteren Akteuren des Gesundheitswesens.

Nach einem gemeinsamen Mittagsimbiss begann die Sitzung der AG Gesundheitshandwerke im Haus des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). Zum Auftakt gab ZDH-Geschäftsführer Karl-Sebastian Schulte einen Überblick über die aktuellen handwerks- und wirtschaftspolitischen Entwicklungen auf Bundesebene. Anschließend informierten die beteiligten Verbände über ihre aktuellen Projekte, Herausforderungen und berufspolitischen Schwerpunkte. Ein weiterer Fokus lag auf den aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Gesundheitshandwerke. Gemeinsam wurden Positionen abgestimmt und strategische Handlungsfelder definiert, um die Interessen der Mitgliedsbetriebe künftig noch wirkungsvoller vertreten zu können.

Ein bedeutendes Ergebnis der Klausurtagung war die Verlängerung der Kooperationsvereinbarung der AG Gesundheitshandwerke. Mit der Unterzeichnung wurde die Zusammenarbeit über das Jahr 2026 hinaus bis Ende 2031 fortgeschrieben. Damit setzen die beteiligten Verbände ein klares Zeichen für eine langfristige und enge Zusammenarbeit.

Für die Mitgliedsbetriebe bedeutet dies vor allem eine starke und abgestimmte Interessenvertretung. Viele berufspolitische Herausforderungen – von gesetzlichen Rahmenbedingungen über Fragen der Versorgung bis hin zu Ausbildungs- und Fachkräftethemen – betreffen alle Gesundheitshandwerke gleichermaßen. Durch die enge Zusammenarbeit können diese Anliegen gegenüber Politik, Selbstverwaltung und weiteren Entscheidungsträgern mit einer gemeinsamen Stimme vertreten werden. Das stärkt die Position der Gesundheitshandwerke und erhöht die Durchsetzungskraft bei gesundheitspolitischen Entscheidungen.

Der zweite Veranstaltungstag begann mit einem gemeinsamen Frühstück im Haus des ZDH, bevor die Teilnehmer das Berliner Schuhhaus und Orthopädie-Schuhtechnik Hartmann besuchten. Als einer der modernsten und digital aufgestellten Betriebe der Orthopädie-Schuhtechnik bot das Unternehmen einen praxisnahen Einblick in die Zukunft eines innovativen Gesundheitshandwerksbetriebs.

Im Rahmen des Betriebsrundgangs erhielten die Teilnehmer Einblicke in den gesamten Versorgungsprozess – von der digitalen Vermessung und Planung bis hin zur Fertigung individueller Hilfsmittel. Dabei wurde deutlich, wie digitale Technologien und handwerkliche Expertise Hand in Hand gehen und so die Qualität der Patientenversorgung weiter verbessern können. Der direkte Austausch mit den Verantwortlichen des Unternehmens und dem Geschäftsführer Philip Zech bot zudem die Gelegenheit, aktuelle Herausforderungen und Chancen der Orthopädie-Schuhtechnik aus Sicht eines modernen Handwerksbetriebs zu diskutieren.

  

Die gewonnenen Eindrücke aus der betrieblichen Praxis lieferten wertvolle Impulse für die gemeinsame Verbandsarbeit. Sie verdeutlichten, wie wichtig verlässliche politische Rahmenbedingungen sind, um Innovationen zu fördern, Fachbetriebe zu stärken und eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patientinnen und Patienten langfristig sicherzustellen.

Mit einem gemeinsamen Mittagsimbiss endete die diesjährige Klausurtagung. Der SpiOST blickt auf zwei intensive Veranstaltungstage zurück, die den fachlichen und politischen Austausch innerhalb der AG Gesundheitshandwerke weiter gestärkt haben.

Der SpiOST bedankt sich bei allen Beteiligten für den konstruktiven Dialog und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt dem Zentralverband des Deutschen Handwerks für die Bereitstellung der Räumlichkeiten sowie dem Schuhhaus Hartmann für die spannenden Einblicke in die moderne Orthopädie-Schuhtechnik. Gemeinsam mit seinen Partnerverbänden wird sich der SpiOST auch künftig dafür einsetzen, die Interessen der Gesundheitshandwerke wirkungsvoll zu vertreten und die Zukunft der Branche aktiv mitzugestalten.